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Vernehmung: |
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Schäfer, Matthias Alexander *29.12.1979 |
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Familienname Vorname Geb.Datum |
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Ort der Vernehmung: Starnberg |
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Tag der Vernehmung: 27.11.2001 |
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Vernehmungsbeginn: 18:19 Uhr Vernehmungsende: 18:54 Uhr |
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Zur Sache: |
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Nach Belehrung möchte sich Herr Schäfer wie folgt zur Sache äußern: |
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Am 21.09.2001, ab 20.00 Uhr, fand ein Vergleichsmatch zwischen den Schachvereinen SC Starnberg und SV Ebersberg-Grafing statt. Ich selbst nahm auch als Spieler teil. |
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Nachdem alle Partien beendet waren, schrieb ich die gesamten Ergebnisse zusammen. Als ich damit fertig war, kam der Schiedsrichter, Herr Lochte, zu mir und sagte: "Hast du gesehen, was der Chowanetz gemacht hat? Sein Gegner; Hr. Ostrowski, hatte eine klar gewonnene Stellung, übersah aber ein Matt und brummelte: na dann wirds halt Remis. Danach haben, sie sich die Hände geschüttelt." |
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Hr. Lochte nahm zunächst an, daß die Partie Remis ausgegangen ist, Hr. Chowanetz gab die Partie aber verloren. Ich habe von dem Remisangebot nichts mitbekommen, da ich zum gleichen Zeitpunkt an einem anderen Tisch spielte. |
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So wie Hr. Lochte mir alles schilderte, war für mich klar, daß Hr. Chowanetz das Remisangebot bekommen hatte, jedoch auf eine Niederlage bestand. |
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Ich zweifelte auch nicht an der Richtigkeit der Aussage von Hr. Lochte, weil er als Schiedsrichter fungiert hat und damit keinerlei Interesse an einer falschen Darstellung der Ereignisse haben mußte. |
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Am Sonntag, den 23.09.2001, verfasste ich in der Redaktion des Starnberger Merkur den besagten Zeitungsartikel. Aus Zeitgründen und weil es in der Praxis so üblich ist, fragte ich zu dem Vorfall nicht mehr bei Hr. Chowanetz nach. Ich weiß, daß es üblich ist, sich bei Sportwettkämpfen auf die Aussagen eines Unparteiischen zu verlassen. |
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Wenige Tage nach Erscheinen des Artikels meldete sich Hr. Chowanetz telefonisch bei mir und wollte eine Erklärung für den Artikel. Ich sagte ihm, daß ich die Informationen von Herrn Lochte erhalten hatte. Er bat mich, bei einem folgenden Artikel auf seine Version einzugehen. Er sagte aber, er möchte daraus keine große Sache machen. Ich sicherte ihm zu, daß ich versuchen werde, seiner Bitte nachzukommen. Gleichzeitig sagte ich ihm aber auch, daß ich ihm nicht versprechen könne, daß seine Version zu dem Vorfall beim nächsten Artikel auch gedruckt wird, den darüber entscheide der zuständige Sportredakteur. Ich war zu dieser Zeit Praktikant. |
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Beim nächsten Artikel, habe ich dann geschrieben, daß Hr. Chowanetz die Sache anders beurteilte. Nach Rücksprache mit dem Sportredakteur wurde diese Passage aber gestrichen. Ich sagte dies Hr. Chowanetz, worauf er antwortete: "für mich ist die Sache erledigt, du hast es |
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- Blatt 2 -
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1219-006786-01/7
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Fortsetzung der Vernehmung: |
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Schäfer, Matthias Alexander *29.12.1979 |
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Familienname Vorname Geb.Datum |
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ja probiert" |
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Einige Wochen später tauchte Hr. Chowanetz für mich überraschend in der Redaktion auf, sprach mit dem leitenden Redakteur, Hr. Stephan Müller-Wendlandt, und legte seine Stellungnahme von Hr. Ostrowski vor. Da dieser in diesem Schreiben die Version von Hr. Chowanetz bestätigte, hielt er die Darstellung von Hr. Lochte für widerlegt. Er verlangte, daß dies in einem Artikel erwähnt werden sollte. |
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Hr. MÜller-Wendlandt gab mir dann die Anweisung, eine Gegendarstellung zu verfassen. Zu einer Richtigstellung wären wir nicht verpflichtet, |
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denn Hr. Lochte beharrte weiterhin auf seiner Aussage, die kontrovers zu der von Hr. Chowanetz war. |
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Ich verfasste noch am selben Tag die Gegendarstellung, die am 26.10.2001 im Starnberger Merkur erschien. |
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Hr. Chowanetz äußerte gegenüber Hr. Müller-Wendlandt, daß er von Seiten des Starnberger Merkurs schon mehrmals falsch zitiert worden wäre. |
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