"FREIE" BEWEISWÜRDIGUNG DOKUMENTENVERZEICHNIS

München, 31.01.2005
Liebe Vereinskollegen, liebe Freunde unseres Clubs!
Als ehemaliger 1. Vorsitzender und Jugendleiter (jeweils 6 Jahre) möchte ich mich in einer Angelegenheit an Euch wenden, die mich gleichzeitig traurig und wütend macht. Seit mehr als 31 Jahren bin ich nun Mitglied, aber eine derart lange, negative Phase hat unser Club noch nie erlebt, den Zeitraum 1933-1945 mal ausgenommen. Ich sehe die akute Gefahr, dass unser Verein wegen eines einzigen Mitglieds, das seit Jahren mit System Gift versprüht, völlig auseinander fällt. Wenn dem üblen Treiben dieses Herrn nicht sofort und unnachgiebig Einhalt geboten wird, kommt eine Austrittswelle ungeahnten Ausmaßes auf den Verein zu! Zweck dieses Schreibens ist es, Euch alle auf diese Zustände hinzuweisen, Euch zu informieren und auch anzuregen, Eure eigenen Gedanken dazu zu entwickeln und natürlich kund zu tun.
Es begann vor ca. 3 1/2 Jahren, als Herr Chowanetz seine Vereinskollegen Thomas Lochte und Matthias Schäfer verklagte. Als Zugabe kam bei Letzterem noch eine Unterlassungserklärung hinzu. Im Fall von Herrn Lochte ging er nach seiner Niederlage vor dem Amtsgericht Starnberg sogar in die nächste Instanz (Landgericht München). Der damalige Arbeitgeber von Matthias Schäfer, der Münchener Merkur, schützte ihn damals durch freiwillige Zahlung eines Betrages von ca. € 3.000,- vor weiteren Nachstellungen. Trotzdem hatte Herr Schäfer nach Ausgleich dieser Forderung das zweifelhafte Vergnügen, einen Gerichtsvollzieher vor seiner Haustür begrüßen zu dürfen!
Ich will hier nicht mehr auf die Details eingehen, denn darüber wurde wahrlich ausreichend diskutiert. Wohin wir bei Billigung solcher Methoden und Vorgehensweisen kommen, sehen wir heute. Wir haben ein endloses Gezerre, immer neue Brandherde und eine vergiftete Atmosphäre im Club. Unsere "Streitkultur" ist inzwischen weit über die Schachkreisgrenzen hinaus bekannt, und ein Ende ist "dank" Herrn Chowanetz nicht abzusehen!

Ich stehe auf dem Standpunkt, dass nichts eine Klage gegen ein anderes Mitglied rechtfertigt. Wir alle wissen, dass "unser" Thommy durchaus ein streitbarer Geist ist und mit vielen von uns schon den einen oder anderen Strauß ausgefochten hat, aber deswegen wäre doch nie jemand auf die Idee gekommen, Klage gegen ihn einzureichen! Es kann nicht sein, dass ein Vorstandsmitglied in Ausübung seines Amtes oder auch nur ein "normales" Mitglied ohne Amt verklagt wird! Im Fall von Thomas Lochte war diese Klage auf Grund des später aufgeblähten Streitwerts sogar Existenz bedrohend.

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Ich selbst drückte meine Missbilligung damals dadurch aus, dass ich mich weigerte, gegen Herrn Chowanetz anzutreten, als ich gegen ihn im Rahmen der Stadtmeisterschaft hätte antreten müssen. Der Vorstand tagte wegen des gesamten Themenkomplexes unzählige Male und brachte schließlich die Parteien Lochte und Chowanetz zur Unterschrift unter ein Papier, das beide verpflichtete, die Streitigkeiten zu beenden und nicht mehr im Club auszutragen.
Als sich die Wogen nach einigen Monaten etwas geglättet hatten, habe ich gegenüber Herrn Chowanetz versucht, die Normalität wieder herbei zu führen, indem ich beispielsweise wieder mit ihm blitzte und zu verstehen gab, dass man ja nicht in alle Ewigkeit nachtragend und verfeindet sein solle. Dann allerdings verschickte Herr Chowanetz im Herbst 2004 eine neuerliche Unterlassungserklärung mit einer Geldstrafenandrohung in Höhe von € 5.000,- an unseren 1. Vorsitzenden Matthias Schäfer. Dieser hatte in einer e-mail Herrn Chowanetz vorgeworfen, zu großzügig mit Geldern für Jugendarbeit umgegangen zu sein. Sicherlich waren die Formulierungen in diesem Schreiben nicht glücklich gewählt, aber hätte man das nicht "unter Männern" in einem Gespräch klären können? Nein, konnte man nicht, denn Herr Chowanetz bevorzugt die Dampfhammermethode mit juristischem Touch!
Ich frage mich, was das alles soll. Will er sich damit gefallen, wie er unseren Schachclub ruiniert? Und noch etwas: Mit dieser Vorgehensweise hat er eindeutig gegen die oben genannte Erklärung verstoßen, die er selbst unterschrieben hat! Man sieht also, dass er mitnichten gewillt ist, sich den üblichen Umgangsformen anzupassen und ein gemeinschaftliches Miteinander zu pflegen. Er will den Streit, am besten gleich gerichtlich!

Aber es kommt noch schlimmer! Es ist schon so weit, dass er einige Mitglieder des Vorstands derart beeinflusst hat, dass diese völlig irrational zu ihm übergelaufen sind und einfach nicht erkennen, was sie mit ihrer Verhaltensweise anrichten. Zudem wird sein eigener Sohn als Stimmvieh missbraucht. Wie könnte man sonst erklären, warum kürzlich ein Missbilligungsantrag eines neutralen Mitglieds gegen die oben erwähnte Unterlassungserklärung bei der Abstimmung im Vorstand abgelehnt wurde! Es ist mir völlig unbegreiflich! Mit anderen Worten: eine Mehrheit des Vorstands findet es in Ordnung, wenn wegen eines solchen Disputs ohne Vorwarnung juristische Schritte gegen den 1. Vorsitzenden eingeleitet werden!

Ein weiterer Fall: Ende November 2004 sandte Herr Lochte ein Schreiben an den Vorstand, in dem er Herrn Chowanetz „zur konstruktiven Zusammenarbeit mit dem gesamten Vorstand des Schachclubs" aufforderte. Des Weiteren wurde
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Chowanetz "im Sinne einer Abmahnung" dazu aufgefordert, "künftig alle Vereinsmitglieder über seine Aktivitäten zu informieren, sofern sie nicht ausdrücklich als Vorstandsinterna zu behandeln sind." Hintergrund war, dass Herr Chowanetz ausgesuchte Mitglieder, die ihm genehm waren, angeschrieben hatte, um sie um Unterstützung bei der Kreierung eines neuen Vereinslogos zu bitten. Hierbei sparte er bewusst und gezielt die beiden Vereinsvorsitzenden, Herrn Lochte selbst und weitere Mitglieder aus.
Der Vorstand behandelte das Thema und beschloss, nicht weiter auf diesen Brief zu reagieren. Auf der nächsten Sitzung im Januar kam die Sache doch wieder auf die Tagesordnung und jetzt wurde erneut anders entschieden. Herrn Lochte wurde schriftlich mitgeteilt, solche Beiträge zu unterlassen, weil "solche unsachlichen Briefe das Vereinsleben stören und nicht toleriert werden können". Man kann ja dieser Meinung sein, aber warum dann nicht gleich? Im übrigen ist es ein Unding, dass Herr Chowanetz in Fragen, die ihn selbst betreffen, mit abstimmt. Ein Vereinskassier, über dessen Entlastung abgestimmt wird, stimmt ja auch nicht mit! Argumentieren ja, aber abstimmen nein!
Ich wiederhole nochmals: Matthias Schäfer hat speziell in jüngerer Zeit das Missfallen einiger Vorstandsmitglieder provoziert. Aber diese Vorstandsmitglieder sollten unbedingt Persönliches von Sachlichem trennen, wenn es um wichtige Abstimmungen geht. Leider ist das zuletzt nicht geglückt. Und das fehlerhafte Verhalten von Herrn Schäfer rechtfertigt niemals ein Vorgehen mittels Unterlassungserklärung oder Klage! Es kann einfach nicht sein, dass wir alle zur Tagesordnung übergehen und so tun, als sei nichts geschehen!
Allein der Verlauf der Hauptversammlung im Vorjahr war eine Katastrophe, u.a. deshalb, weil diese schlecht vorbereitet war. Nur so konnte es passieren, dass Chowanetz mit 2 Vorstandsämtern in der Tasche nach Hause ging!
Durch all diese Geschehnisse hat er es geschafft, dass Matthias Schäfer am 22.2.05, dem Termin der nächsten Hauptversammlung (Einladung erfolgt in Kürze), seinen Rücktritt vom Posten des 1. Vorsitzenden verkünden wird. Der Schachclub Starnberg kann sich ein solches Mitglied wie Herrn Chowanetz nicht länger leisten. Seine Spaltpilzpolitik zerstört den Verein. Er kocht sein übel stinkendes Süppchen und vergiftet die Vereinsatmosphäre. Und das Ganze findet statt unter weitgehender Billigung des Vorstandes. Meldet jemand Kritik an, muss er mit einer Unterlassungserklärung rechnen. Ein fauler Apfel verdirbt den ganzen Korb. So kann s einfach nicht weiter gehen!
Diesmal haben wir ja noch Glück im Unglück, denn es hat sich ein Mitglied gefunden, das sich bereit erklären wird, für den Posten des 1. Vorsitzenden zu
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kandidieren. Es ist meine große Hoffnung, dass Herr Alfred Dolch mit seiner ausgleichenden Art ein entscheidendes Stück zur Befriedung des Vereins beitragen wird.
Der Verein sollte endlich seine Energien wieder auf das Schachliche konzentrieren. Wir hinken im Vergleich zu anderen Clubs stark hinterher, was die Ausrichtung von Turnieren angeht. So fand z.B. seit 1990, als ich sowohl die Kreismeisterschaft im Januar als auch die oberbayerische Meisterschaft kurz nach Ostern vorbereitete und durchführte, kein bedeutendes, mehrtägiges Turnier mehr in Starnberg statt!
Wie soll man gern zum Vereinsabend gehen, wenn einem dort Leute wie Chowanetz begegnen? Wir sind ein kleiner Amateurverein und wollen unserem Hobby frönen. Wer will sich denn stattdessen ständig mit juristischen Spitzfindigkeiten herumschlagen? Ich hänge sehr an diesem Club, aber nicht mehr lange, wenn die beschriebenen Zustände nicht sofort korrigiert werden und Herr Chowanetz in die Schranken gewiesen wird! Mein Wunschtraum wäre dessen sofortiger Rücktritt von seinen Vorstandsämtern, oder, noch besser, sein Vereinsaustritt!
Bitte kommt alle am 22.2.05 zur Hauptversammlung ins Kreiskrankenhaus und zeigt Flagge! Zeigt diesem Herrn seine Grenzen auf!
Stefan Winkler